|
Gemeinsam
mit der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn, der Direction des Musées de France in Paris und dem Musée Royal de l´Armée et d´Histoire Militaire in Brüssel organisiert das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) ein Austauschprogramm für wissenschaftliche Volontärinnen/Volontäre an Museen oder Ausstellungszentren. Vor dem Hintergrund des zusammenwachsenden Europas suchen auch die Museen vertiefte Beziehungen zu ihren Nachbarn in Europa. Aus diesem Grunde erhalten junge Wissenschaftler/innen aus Deutschland, Belgien und Frankreich die Chance, das Museums- und Ausstellungswesen eines Nachbarlandes aus eigener Anschauung näher kennen zu lernen.
Während des Arbeitsaufenthaltes in Frankreich oder Belgien (sowohl wallonischer als auch flämischer Teil) sollen die Teilnehmer/innen in einem Museum oder Ausstellungszentrum
mit den Ausstellungskonzeptionen im Gastland vertraut werden,
Struktur und Arbeitsweise vor Ort erfahren,
im Nachbarland übliche Formen der Öffentlichkeitsarbeit, der Präsentation, der Sammlungssystematik, der Objektdokumentation sowie des Sponsorings, etc. kennen lernen,
Perspektiven für grenzüberschreitende Kooperationsmöglichkeiten entwickeln.
PROGRAMM
Trinationales Einführungsseminar: Zielsetzung des Programms: Vorstellung des Museumswesens und der Ausbildung in Deutschland, Belgien und Frankreich; organisatorische Fragen. (Anfang Februar)
Intensivsprachkurs
von drei Wochen (Februar) - nicht für Teilnehmer/innen mit Arbeitsaufenthalt im flämischen Teil Belgiens
Zweimonatiger
Arbeitsaufenthalt in dem die Teilnehmer je nach örtlichen Gegebenheiten Arbeitsweise und Struktur eines Museums durch ihre Mitarbeit kennenlernen, an Ausstellungs- und Sammlungsaufgaben mitwirken und die im Nachbarland üblichen Formen der Öffentlichkeitsarbeit, Ausstellungspräsentation sowie Erwerbssystematik, Objektdokumentation sowie Erwerbsmöglichkeiten (Kauf, Spende, Sponsoring) erfahren. (März und April)
Trinationales Auswertungsseminar:
Erfahrungsaustausch
über die Erweiterung der Sprachkenntnisse und den berufsbezogenen Nutzen des Programms, Vertiefung einzelner kultureller und interkultureller Aspekte und Überlegungen zur gemeinsamen Entwicklung grenzüberschreitender Projekte. (Anfang Mai)
TEILNAHMEBEDINGUNGEN
Volontärstatus
Höchstalter: 35 Jahre
Universitätsabschluss, möglichst Promotion
Französische Sprachkenntnisse für Frankreich und den wallonischen Teil Belgiens
Niederländische Sprachkenntnisse für den flämischen Teil Belgiens
FÖRDERUNG
Im Rahmen des Austauschprogramms werden folgende Leistungen gewährt:
Stipendium für einen Sprachkurs
Fahrtkostenzuschüsse für An- und Abreise zum Sprachkursort und Arbeitsaufenthaltsort
Stipendium
in Höhe von 900 Euro pro Monat. Für Teilnehmer/innen, die für die Zeit des Austausches von ihren jeweiligen Ausbildungsstätten von der Arbeit freigestellt werden und ihre Ausbildungsvergütung weiter erhalten, beträgt das Stipendium 700 Euro.
Fahrt- und Aufenthaltskostenzuschuss sowohl zum Einführungs- als auch zum abschließenden Auswertungsseminar
Das
Deutsch-Französische Jugendwerk weist darauf hin, dass die Teilnehmer/innen eine adäquate Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung nachweisen müssen.
ANMELDUNG
Ihre
aussagekräftige Bewerbung (*) mit Lebenslauf, Zeugnissen, etc. und vor allem einem begründeten Vorschlag, in welchem Land der Arbeitsaufenthalt stattfinden soll (Angabe von Museen erbeten **) und der Formulierung Ihrer Erwartungen an das Austauschprogramm richten Sie bitte bis zum 15. November jeden Jahres an die
WICHTIGER HINWEIS
Die
Stipendiaten verpflichten sich, während des Austauschprogramms von Anfang bis Ende aktiv mitzuarbeiten und dem DFJW spätestens ein Monat nach Beendigung einen ausführlichen Bericht vorzulegen. Dieser Bericht kann auch der Information nachfolgender Stipendiaten dienen und vom DFJW veröffentlicht werden.
Das DFJW kann auf voller oder teilweiser Rückerstattung des gewährten Stipendiums bestehen, wenn kein Bericht vorgelegt wird.
Auf der DFJW-Website www.dfjw.org wird auf praktische Informationen über Frankreich und das Teilnehmerverzeichnis 1996 – 2006 hingewiesen.
(*) zusätzlich auch in französischer Sprache
(**) Die „Direction des Musées de France“ empfiehlt, den Arbeitsaufenthalt auch in den französischen Regionen zu planen.
|