Zum dritten Mal startet das DFJW mit TV5, dem offiziellen
Partner der Internationalen Filmfestspiele Berlin und
in Zusammenarbeit mit den 56. Filmfestspielen Berlin,
den Wettbewerb «
Perspektive deutsches Kino ». Er ermöglicht
drei jungen Deutschen und vier jungen Franzosen im Alter
von 18 bis 29 Jahren, Jurymitglied bei einem der prestigeträchtigsten
internationalen Filmfestivals zu werden und durch ihre
Stimme den Preis "Dialogue en perspective" zu
verleihen.
Aus diesem Anlass bringen wir ein Spezialdossier zum französischem
Kino. Es erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit
und beschränkt sich darauf, die Eckdaten und Höhepunkte
des französischen Films hervorzuheben. Die Auswahl
der Filme ist rein subjektiv.
FRANKREICH UND DIE ANFÄNGE
DES FILMS (1895 – 1912)
Die
Gebrüder Lumière
Nun
ja: Strenggenommen muß man sagen, daß
die Brüder Louis und Auguste Lumière
das Kino nicht allein erfunden haben – es
gibt im ausgehenden 19. Jahrhundert in vielen Ländern
Versuche, den Traum der ‚lebenden Fotografie’
zu verwirklichen. Die Gebrüder Lumière
schaffen es im Jahr 1895, in Paris das bis dahin
am weitesten entwickelte Filmaufnahme- und projektionsverfahren
vorzustellen. Außerdem verstehen es die Söhne
eines reichen Fotopapier-Herstellers am besten,
ihre Erfindung kommerziell zu nutzen.
Die Filme, die die Lumière-Brüder für
ihre Vorführungen drehen, sind hauptsächlich
dokumentarischer Natur. Zum Beispiel: La Sortie
des Usines (Arbeiter verlassen die Fabriken,
1895), oder L’Arrivée d’un
train à La Ciotat (Ankunft eines
Zuges in La Ciotat, 1895). Trotz der Nüchternheit
der Szenen werden diese Filme zur absoluten Sensation.
Viele Zuschauer sind vom Herannahen des Zuges –
geradewegs auf die Kamera zu – geschockt und
flüchten von ihren Sitzen, da sie nicht zwischen
Abbild und Wirklichkeit unterscheiden können.
Georges
Méliès Beitrag zu den Anfängen
der Filmgeschichte darf hier nicht unerwähnt
bleiben. Er entstammt der Varieté- und Theatertradition
und ist zur Zeit der ersten Lumièreschen
Filmvorführungen Direktor des Théâtre
Robert Houdin – benannt nach seinem Gründer,
einem Meister der Illusion. Méliès
begeistert sich für das neue Medium und nimmt
es als Attraktion in sein Theaterprogramm auf. Bald
fängt er an, selbst Filme zu drehen, die allerdings
weit über das einfache Abbilden der Wirklichkeit,
auf das sich die Lumières beschränken,
hinausgehen.
Méliès stellt als erster Fiktion,
Phantasie und vor allem Täuschung als filmische
Elemente vor. Dabei bedient er sich seiner Theatertricks–
Falltüren, Attrappen und Spiegel – ebenso
wie der damals existierenden fotografischen Verfremdungseffekte
– Verkleinerung, Vergrößerung und
doppelte Belichtung. Die Wunder, die sich mit bühnentechnischen
und optischen Mitteln nicht erstellen lassen, werden
in seiner Filmwerkstatt (in Montreuil bei Paris)
– dem ersten Filmatelier überhaupt –
nachträglich in die Aufnahmen eingearbeitet.
Méliès’ filmische Märchen
sind stark beeinflußt von Jules Vernes Romanen
und dessen phantastischen technischen Visionen und
(pseudo-) wissenschaftlichen Utopien. Seine berühmtesten
Filme sind Le Voyage dans la Lune
(Die Reise zum Mond, 1902), Le Voyage
à travers l’Impossible (Die
Reise durch das Unmögliche, 1904) und A
la Conquête du Pôle (Die
Eroberung des Pols, 1912).
Als
Méliès’ Reise zum Mond
ein Kassenschlager wird, ist es nur noch ein kleiner
Schritt zur frühen Industrialisierung des französischen
Films. Mit großer finanzieller Unterstützung
von Banken werden Filmfirmen gegründet, die
mit billigen Produktionen Lumières und Méliès’
Filme kopieren. Damit überschwemmen sie die
ständig wachsenden Märkte, bis sich Ende
des ersten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts Sättigungserscheinungen
beim Publikum einstellen. Und während das kommerzielle
Kino versucht, dem Überdruß mit einem
qualitativ anspruchsvolleren Kunstfilm (film
d’art) zu begegnen, macht sich eine kleine
Zahl experimentierfreudiger, unabhängiger Filmemacher
daran, den Film radikaler zu verändern und
voranzubringen. So fordern die Avantgardisten beispielsweise
strenge Theorien zur Eigengesetzlichkeit des Films
und versuchen, ihn von den Vorgaben des Theaters
zu befreien. Grundsätzlich kann man zwischen
drei experimentellen Strömungen unterscheiden:
Impressionismus, "cinéma pur",
und Surrealismus.
Impressionismus
Im
Vergleich zu den anderen experimentellen Richtungen
ist der Impressionismus eine recht herkömmliche,
da realitätsnahe und beschreibende Art des
Filmemachens. Jeder Film hat ein konkretes Thema,
und selbst eine Geschichte darf – ganz wie
im klassischen Theater – mit einem normalen
Handlungsablauf erzählt werden.
Darf und kann, muß aber nicht! Denn das eigentliche
Anliegen der impressionistischen Filme ist, eine
Impression – also eine bestimmte Stimmung
und Atmosphäre – in Bildern zu vermitteln.
Dabei soll die Zusammenstellung der Filmbilder Gefühle
hervorrufen, ähnlich einer musikalischen Symphonie.
So debütiert beispielsweise der Regisseur Alberto
Cavalcanti mit Rien que les heures
(Nichts als Stunden, 1926), einem gefühlvollen
Bericht aus dem Pariser Alltag, der die sozialen
Unterschiede der Einwohner neben die architektonischen
Kontraste der Bauwerke stellt. Cavalcantis Film
wird häufig als Vorgänger von Walther
Ruttmanns Berlin, Symphonie
einer Großstadt (1927), gesehen. In
ähnlicher Manier wie Cavalcanti benutzt Jean
Renoir in La Fille de l’eau
(Das Mädchen vom Fluß, 1924) die
Mädchenfigur und das Spiel mit dem Licht, um
seine in die Handlung eingebettete Naturstudie ästhetisch
zu überhöhen.
Anders
als der Impressionismus bricht das "cinéma
pur" radikal mit der dokumentarischen
und dramenhaften Art des Filmemachens. Das "cinéma
pur" tritt, wie viele andere Kunstrichtungen
dieser Zeit, an, um dem Medium seine völlige
Unabhängigkeit zu erkämpfen. Die Filmbilder
sollen nicht mehr Wirklichkeit abbilden, sondern
sich ihr eigenes Universum schaffen. Sie sollen
‚reiner Film’ sein, auf nichts
mehr verweisen und sich selbst genügen.
Wie sich eine solche Forderung umsetzen läßt,
zeigen Werke wie Fernand Légers Ballet
Mécanique ("Mechanisches
Ballett", 1924). Léger filmt alltägliche
Gegenstände – Töpfe, Pfannen,
Geschirr, Besteck, etc. – derart, daß
sie wie abstrakte Formen erscheinen und nicht
mehr als vertraut erkennbar sind. Der Zuschauer
soll im Film von der ihn umgebenden Welt überrascht
werden. Und tatsächlich sind die Zuschauer
bei der Premiere überrascht und interessiert
– für ungefähr zwei Minuten...
„Nach fünf Minuten jedoch stellten
sich ernsthafte Ermüdungserscheinungen ein,
nach zehn Minuten versagten die Nerven den Dienst,
und nach fünfzehn kam es zu lautem Protest“
(Jerzy Toeplitz: „Geschichte des Films“,
Bd. I, S. 453).
Der
Surrealismus – im Allgemeinen sowie im Film
– will menschliche Gedanken freisetzen, ohne
sie vorher vom Verstand auf ihre Realitätstauglichkeit
überprüfen und zensieren zu lassen. Die
Wirklichkeit soll fessellos interpretiert und verändert
werden. Im Film sollen traumartige Szenen und absurde
Bildverknüpfungen den Blick auf die Wirklichkeit
entgrenzen.
Hierbei besonders erwähnenswert sind die Filme
von Luis Buñuel, die die Zuschauer mit brutalen
und chaotischen Phantasien schockieren. So zum Beispiel
in Un chien andalou (Ein andalusischer
Hund, 1928), in dem ein menschliches Auge von
einem Rasiermesser zerschnitten wird – eine
der kontroversesten Filmszenen aller Zeiten! Versuche,
Buñuels Bildverbindungen zu deuten, führen
oft zur Psychoanalyse Freuds und zu Interpretationen,
die Kirche und Bürgertum eine falsche Moral
und gehemmte Sexualität vorwerfen. Doch gibt
es keinen festen Sinn und keine eindeutigen symbolischen
Bedeutungen bei Buñuel. Der Andalusische
Hund, den er zusammen mit Salvador Dali konzipiert,
will gerade durch die Unheimlichkeit seiner Bilder
das blinde Vertrauen in die sichere Ordnung der
Dinge erschüttern.
Regisseur: Fernand Léger
Synopsis:
Ballet mécanique ist kein Tanz von Menschen,
sondern eine Choreographie der Objekte. An der
Fertigstellung des aufwendigen Films ist auch
der surrealistische Fotograf Man Ray beteiligt.
Léger filmt in Ballet Mécanique
mit Hilfe des Stopp-Trick-Verfahrens Objekte,
die im Film bewegt erscheinen, da man sie nach
jeder Aufnahme ein kleines Stück verschiebt.
Regisseur: René Clair
Synopsis:
Im 20minütigen Experimentalfilm Entr'acte,
der als "Zwischenakt" für das Ballett
Relache von Francis Picabia gedreht wurde, setzt
sich René Clair gemäß dem "Cinéma
pur" über die Gesetze von Logik und
Dramatik hinweg. Der Film besteht aus Einzelszenen
und absurden Situationen, die völlig unverbunden
sind, jedoch in ihrer Abfolge einen filmischen Eigenrhythmus
schaffen.
Le
chien andalou (Der Andalusische Hund,
1928) (Surrealismus)
Regisseur: Luis Buñuel
Darsteller: Simone Mareuil, Pierre Batcheff,
Salvador Dalí, Luis Buñuel u.a.
Synopsis: „Buñuel schärft
sein Rasiermesser, raucht eine Zigarette und prüft
die Schärfe des Messers an einem Daumennagel.
Er tritt auf den Balkon. Mond: links. Von rechts
kommt eine schmale Wolke. Buñuel schaut:
Gesicht der Schauspielerin. Daumen und Zeigefinger
öffnen ihr linkes Auge. Das Rasiermesser fährt
von rechts nach links über das Auge. Die Wolke
schiebt sich von rechts nach links vor den Mond.
Nachdem
die Avantgardebewegungen der 20er Jahre bereits
vor dem Zweiten Weltkrieg und der Zeit der Besatzung
durch Nazideutschland nachließen und sich
in vielen Fällen dem kommerzielleren Kino annäherten,
dauerte es bis lange in die Tonfim- und Nachkriegszeit
hinein, bis Frankreich seine nächste große
cineastische Revolution erfahren sollte:
Die Nouvelle Vague (Neue Welle) steht
heute für viele als der Inbegriff des französischen
Films und gehört wohl zu den wichtigsten Impulsen
des Kinos im 20. Jahrhundert überhaupt. Ende
der 50er Jahre formt sich in Paris eine Gruppe junger
Regisseure und Filmkritiker, um mit neuen Ideen
die Starrheit des Kinos der Nachkriegszeit aufzubrechen.
François Truffaut, Jean-Luc Godard und Claude
Chabrol sind ihre bekanntesten Vertreter. Zusammen
geben sie die Zeitschrift Cahiers du Cinéma
heraus.
Andere wichtige Regisseure, deren Frühwerke
die Nouvelle Vague ebenso prägen sind
Eric Rohmer, Jaques Rivette, Alain Resnais und Louis
Malle. Als erster Film der Bewegung gilt heute Chabrols
Le beau Serge (Die Enttäuschten)
von 1958.
Ihre inhaltlichen Einflüsse beziehen die Nouvelle
Vague Regisseure vor allem aus der existentialistischen
Literatur Camus’, Sartres und Malraux’,
aus den Filmen Alfred Hitchcocks und den amerikanischen
Gangsterfilmen der 30er und 40er Jahre. In technischer
Hinsicht bringen kleinere und leichtere Kameras
(Arriflex) Bewegung in den Film. Sie erlauben
den Kameramännern das Experimentieren mit Perspektiven.
Holprige Kamerafahrten oder auch das Filmen aus
Autos heraus fordern den Kinobesuchern eine Umstellung
ihrer Sehgewohnheiten ab.
Rasant werden die neuen Filme auch durch einen kompromißlosen
Schnitt: Der Jump Cut, der harte Schnitt
aus nicht vollendeten Bewegungen in schon begonnene,
wird als Montagetechnik wegweisend. Der Kameramann
Raoul Coutard, der sämtliche frühe Filme
von Godard und Truffaut fotografiert, wird zu einem
der Hauptverantwortlichen für den Stil der
Nouvelle Vague.
Ab Mitte der 60er Jahre trennen sich die Wege der
Regisseure allmählich. Godard beispielsweise
widmet sich dem experimentellen Film, Resnais dem
Dokumentarfilm, und Eric Rohmer beginnt Literatur
zu verfilmen.
Doch wo innerhalb der cineastischen Erneuerung sind
die Frauen? Während vor der Kamera durch Jean
Seberg und Brigitte Bardot neue Geschlechterrollen
angedacht und alte radikalisiert werden, bleibt
die Rollenverteilung hinter der Kamera traditionell.
Die Nouvelle Vague geht als Männerverein
in die Geschichte ein.
Dabei hat die Zeit gerade in der Regisseurin Agnès
Varda eine sehr würdige weibliche Vertretung.
Varda debütiert Mitte der fünfziger Jahre
mit ihrem Dokumentarfilm La Point Courte,
für den sie bereits Alain Resnais an den Schneidetisch
setzt und diesen sich seine ersten Lorbeeren verdienen
läßt. Ihr erster Spielfilm, Mittwoch
zwischen 5 und 7, von 1962 ist ebenso gefüllt
mit Gastauftritten großer Namen: Eddie Constantine,
Jean-Luc Godard, Anna Karina, etc.
Varda entwickelt im Spannungsfeld von Realismus
und Poesie ihren Stil, in dem alltägliche Gegenstände
und Situationen unter dem Blick der Kamera symbolische
Tiefe erhalten.
François
Truffaut hat sich in seinem Werk nie festgelegt.
Seine Ideen und seine Liebe zu allen Formen des
Films führen ihn durch sämtliche Genres.
So erzählt er in Les Quatre cents coups
(Sie küssten und sie schlugen ihn, 1958/59),
Tirez sur le pianiste (Schießen
Sie auf den Pianisten, 1961) und Jules
et Jim (Jules und Jim, 1962) drei
grundverschiedene Geschichten: Jugenddrama, Gangsterfilm
und Beziehungskomödie. Mit ihnen sorgt er für
die ersten großen Publikumserfolge der Nouvelle
Vague. Durch die Leichtigkeit seiner Erzählweise,
die stets etwas Heimliches und Spitzbübisches
zu haben scheint, entsteht eine eigenartige Komplizenschaft
zwischen Filmemacher und Zuschauer, die den Charme
des Truffaut’schen Werks ausmacht.
Der
aus der Schweiz stammende Jean-Luc Godard versucht
sich ebenso wie sein Freund Truffaut in den verschiedensten
Genres. Sein größter Erfolg und der bekannteste
Film der Nouvelle Vague ist À
bout de souffle (Außer Atem,
1959), ebenfalls eine Hommage an den amerikanischen
Gangsterfilm. Mit Le Mépris
(Die Verachtung, 1963) inszeniert Godard
ein hollywoodreifes Epos in Starbesetzung: ein sich
selbst spielender Fritz Lang, Jack Palance als großspuriger
Produzent, Michel Piccoli in seiner ersten Rolle
und Brigitte Bardot, die bereits vor der Nouvelle
Vague ein Star ist. In Pierrot le fou
(Elf Uhr nachts, 1965) zeigt Godard Jean-Paul
Belmondo einmal mehr von Frauen verraten und Alphaville
(1965) feiert den Geheimagenten Lemmy Caution (Eddie
Constantine) in einem futuristischen Spionagefilm.
Insgesamt zeichnen sich die Filme Godards dadurch
aus, dass sie nicht nur eine Geschichte erzählen,
sondern dabei das filmische Erzählen selbst
ironisch betrachten. Godards Filme verweisen stets
auf ihre eigene ‚Filmhaftigkeit’ und
sind gespickt mit Zitaten aus anderen Kinoklassikern:
Wenn sich Belmondo beispielsweise in Außer
Atem mit dem Daumen über die Lippen fährt,
hat er das von Humphrey Bogert geklaut!
Regisseur: Jean-Luc Godard; Kamera: Raoul Coutard
Darsteller: Jean Paul-Belmondo, Jean Seberg,
Claude Mansart, Liliane David, Henri-Jacques Heut
Synopsis:
Der kleine Gauner Michel Poiccard (Jean-Paul Belmondo)
tötet einen Polizisten, begegnet auf der Flucht
einer jungen Frau namens Patricia (Jean Seberg),
durchstreift Paris auf der Suche nach Geld und Hilfe
und wird am Ende verraten und erschossen. Dabei
ist Poiccard gar kein klassischer Mörder. Wie
Mersault in Camus’ "Der Fremde"
handelt er aus Affekt und ohne Motiv.
Regisseur: François Truffaut, Kamera:
Raoul Coutard
Darsteller: Jeanne Moreau, Oskar Werner, Henri
Serre
Synopsis:
Catherine (Jeanne Moreau) wird geliebt von den beiden
jungen Männern Jules (Oskar Werner) und Jim
(Henri Serre). In der Dreiecksbeziehung sind alle
glücklich und unglücklich zugleich. Im
Hin und Her zwischen Konflikt und Heiterkeit spiegelt
sich das fundamentale Spiel von Liebe und Tod, das
Truffaut ohne großes Pathos mit wunderschönen
Momenten erzählt.
L’année
dernière à Marienbad (Letztes
Jahr in Marienbad, 1960)
Regisseur: Alain Resnais, Kamera: Sacha Vierny
Darsteller: Delphine Seyrig, Sacha Pitoeff,
Giorgio Albertazzi, Françoise Bertin
Synopsis:
Nach einem Roman von Alain Robbe-Grillet erzählt
Resnais die Geschichte eines dekadenten Kurorts.
Ein nicht benannter Mann versucht eine Frau davon
zu überzeugen, dass sie sich schon vor einem
Jahr am selben Ort begegnet seien. Letztlich gelingt
es ihm, die hin- und hergerissene Frau für
sich zu gewinnen. Vergangenes und Zukünftiges,
Gedachtes und Unbewußtes sind in diesem Film
traumhaft miteinander verwoben.
Regisseur: Louis Malle, Kamera: Henri Raichi
Darsteller: Annie Fratellini, Antoine Roblot,
Philippe Noiret, Catherine Demongeot, Hubert Deschamps
Synopsis:
Zazie (Catherine Demongeot), eine zehnjährige
Göre aus der Provinz besucht ihre Mutter in
Paris. Diese will sich jedoch mit ihrem Liebhaber
vergnügen und gibt Zazie zu ihrem Onkel Gabriel,
der mit ihr restlos überfordert ist. Zazie
reißt aus und hinterläßt auf ihrem
Weg durch Paris Chaos und Verwirrung.
ERFOLGREICHE FRANZÖSISCHE FILME
AUS JÜNGSTER VERGANGENHEIT
La Haine (Hass,
1995)
Regisseur: Mathieu Kassovitz
Darsteller: Solo Dicko, Karim Belkhadra, Vincent
Cassel, Marc Duret, Hubert Koundé
Synopsis: La Haine erzählt
von einem Tag dreier Jugendlicher (Said, Hubert
und Vinz) aus einer Trabantenstadt der Pariser Banlieues.
Mit Drogengeschäften halten sie sich über
Wasser und der Hass auf die Polizei bestimmt ihr
Leben. Als ein arabischer Freund an seinen von der
Polizei zugefügten Verletzungen stirbt, will
einer der drei seinem Hass mit einer Pistole Luft
machen. Diese Pistole wird zum vierten Hauptdarsteller.
Regisseur: François Ozon
Darsteller: Charlotte Rampling, Ludivine Sagnier,
etc.
Synopsis:
Die britische Krimiautorin Sarah Morton steckt in
einem künstlerischen Tief. Auf Empfehlung ihres
Verlegers fährt sie in sein Ferienhaus in Südfrankreich,
um dort neue Inspiration zu finden. Doch dann taucht
überraschend Julie, die junge Tochter des Verlegers,
auf. Mit der Stille ist es vorbei, und Julies freizügiger
Lebensstil führt zu Spannungen zwischen den
beiden...
Amélie
Poulain(Die fabelhafte Welt der
Amélie, 2001)
Regisseur: Jean-Pierre Jeunet
Darsteller: Audrey Tautou, Mathieu Kassovitz,
Rufus, Lorella Cravotta, u.a.
Synopsis:
Die tagträumende Amélie versteht es,
das Leben ihrer Mitmenschen durch fabelhafte Täuschungen
zu bereichern. Mit ihrem Blick für vermeintliche
Nebensächlichkeiten wird sie zur Mittelsfrau,
die Familien zusammenführt und schlummernde
Lieben weckt. Nur ihrem eigenen Glück vermag
sie nicht auf die Sprünge zu helfen. Der
französische Film der letzten Jahre, an dem
man nicht vorbeikommt!
Les
choristes(Die Kinder des Monsieur
Mathieu, 2004)
Regisseur: Christophe Barratier
Darsteller: Gérard Jugnot, Jacques Perrin,
François Berléand, Jean-Baptiste Maunier,
Kad Merad.
Synopsis:
Frankreich, 1949. Der arbeitslose Musiker Clément
Mathieu bekommt eine Anstellung als Erzieher in
einem Internat für schwer erziehbare Jungen.
Von der Härte des Schulalltags und nicht zuletzt
von den ebenso eisernen wie ergebnislosen Erziehungsmethoden
des Vorstehers Rachin betroffen, beginnt er, mit
dem Zauber und der Kraft der Musik in das Dasein
der Schüler einzugreifen. Nach anfänglichen
Schwierigkeiten und erheblichem Widerstand durch
Rachin gelingt dem begeisterten Musiker und einfühlsamen
Pädagogen das kleine Wunder, das Vertrauen
seiner Schützlinge zu gewinnen. Mit seinen
Stücken, die Monsieur Mathieu nachts selbst
schreibt, gibt er den Jungen ein Stück unbeschwerter
Kindheit zurück. (Quelle: offizielle
Website des Filmes)
Un
long dimanche de fiançailles (Mathilde
- Eine große Liebe, 2004)
Regisseur: Jean-Pierre Jeunet
Darsteller: Audrey Tautou (Mathilde), Gaspard
Ulliel, Jean-Pierre Becker, Dominique Bettenfeld,
Clovis Cornillac, Marion Cotillard, Jean-Pierre
Darroussin, Julie Depardieu, Jean-Claude Dreyfus,
André Dussollier, Ticky Holgado, Tcheky Karyo,
Jerome Kircher, Denis Lavant, Chantal Neuwirth,
Jodie Foster.
Synopsis:
1919 ist Mathilde 19 Jahre alt. Manech, ihr Verlobter,
ist vor zwei Jahren an die Somme-Front geschickt
worden. Wie Millionen andere ist er "für
das Vaterland" gefallen. Das steht schwarz
auf weiß auf der offiziellen Benachrichtigung.
Doch Mathilde hat Zweifel: sie würde Manech's
Tod spüren!
Sie verläßt sich auf ihre Eingebung und
beginnt eine verzweifelte Suche nach der Wahrheit.
Nach vielen falschen Hoffnungen und Zweifeln gelingt
es ihr, das Schicksal Manechs und seiner vier Kamaraden
aufzuklären.
Regisseur: Claude Chabrol
Darsteller: Benoît Magimel, Laura Smet,
Aurore Clément, Bernard Le Coq, Solène
Bouton, Anna Mihalcea, Thomas Chabrol
Synopsis:
Philippe Tardieu ist ein verantwortungsvoller junger
Mann. Auf der Hochzeit seiner Schwester lernt er
die bezaubernde Brautjungfer Senta kennen. Philippe
verliebt sich in das geheimnisvolle Mädchen,
das sich mit einer mysteriösen Aura umgibt
und verfällt ihr zunehmend. Es beginnt eine
leidenschaftliche aber gefährliche Beziehung
und der Kampf zwischen Vernunft und Leidenschaft.
La Marche de l'Empereur
(Die Reise der Pinguine, 2005)
Regisseur: Luc Jacquet
Drehbuch: Luc Jacquet, Michel Fessler
Synopsis:
Ein Film über das außergewöhnliche
Leben der Pinguine: Eine eindrucksvolle Geschichte
über Liebe und Mut, angesiedelt im Herzen
der Antarktis, der wohl einsamsten und unwirtlichsten
Gegend des Planeten. Mehr als ein Dokumentarfilm,
eine Hymne an das Leben in atemberaubenden Bildern.
Les
poupées russes (L'Auberge Espagnole -
Wiedersehen in St. Petersburg, 2005)
Regisseur: Cédric Klapisch
Darsteller: Romain Duris, Audrey Tautou, Cécile
de France, Kelly Reilly, Kevin Bishop, Evguenya
Obraztsova
Synopsis:
Fünf Jahre nach seinen Abenteuern in der
bunt gemischten Studenten-WG in Barcelona lebt
Xavier nun als Schriftsteller in Paris. Bislang
allerdings wenig erfolgreich. Seinen Lebensunterhalt
verdient er mit dem Schreiben von Drehbüchern
für TV-Schnulzen - sein eigenes Liebesleben
hingegen ist eine wahre Katastrophe. Er hat ständig
Ärger mit den Frauen, keine hält es
lange mit ihm aus und umgekehrt. Und dann steht
Xavier vor einer neuen Herausforderung: Er soll
eine Seifenoper auf Englisch schreiben. Glücklicherweise
greift ihm dabei seine Ex-WG Genossin Wendy aus
London unter die Arme. Eine Reise nach Sankt Petersburg
soll Klarheit in sein Gefühlschaos bringen.
Dort will Wendys Bruder William im Kreise der
ehemaligen Barcelona-Freunde seine russische Braut
ehelichen…
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von zweitausendeins - liefert wertvolle Eckdaten.
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