exemples+konzepte Zusammen Arbeiten Gemeinsam Lernen Einander Begegnen

Allgemeine Darstellung
der Pädagogik des Austausches und der Begegnung:

  Ziele: Was soll gelernt werden?

1. Kooperieren lernen

Im Gegensatz zum herkömmlichen Unterricht sind die von den Schülern erstellten Arbeiten nicht allein für den Lehrer, manche würden "für den Papierkorb" sagen, bestimmt, sondern für eine externe Adressatengruppe, die es wirklich gibt und mit der real kommuniziert wird. Dadurch müssen die Texte produzierenden Schüler andere Ziele und Ebenen in der Kommunikation berücksichtigen, bzw. umsetzen. Es handelt sich hier um eine externe Zusammenarbeit zwischen zwei oder mehr Gruppen. Sie ist mit der Verantwortung gegenüber einer neuen Instanz außerhalb der Klasse verbunden, gegenüber welcher die Schülergruppe Verpflichtungen eingeht.

Um sich jedoch gemeinsam über Inhalt und Form der Kommunikation mit der Partnergruppe einigen zu können, müssen die Schüler auch innerhalb ihrer eigenen Gruppe zusammenarbeiten. In dem Fall handelt es sich um Kooperation innerhalb der Gruppe, also um interne Kooperation. Interessant ist, dass beide, auch in der Berufswelt gefragten Kooperationsformen beim dialogischen Lernansatz miteinander verbunden sind.

Da der "Vertrag" verlangt, dass sich beide Lerngruppen über ein Thema einigen und jede Gruppe Klarheit über Inhalt und Form der zu übermittelnden Botschaften schafft, erfolgt auf beiden Seiten eine Diskussion über einen möglichen gemeinsamen Nenner. Selbstverständlich kann dies nur nach Erklärung und Verhandlung der individuellen und kollektiven Aspekte der in beiden Gruppen geplanten Realisierungen erzielt und definiert werden. Ein solcher Ansatz unterscheidet sich erheblich vom herkömmlichen Unterricht, wo die Frage nach Sinn und Verwendbarkeit der Schülerproduktionen außerhalb des Klassenraumes, bzw. der Schule nicht gestellt wird und sich in einer guten oder schlechten Note erübrigt. Hingegen ist die Frage der Verwert- und Verwendbarkeit von Produkten außerhalb der Schule, zum Beispiel in der Arbeitswelt eine ganz zentrale. Daher hier die Notwendigkeit, sich auf andere Adressaten einzustellen, welche angesprochen und aufmerksam gemacht werden sollen.

Der Austausch von Unterlagen auf einer solchen Grundlage bringt einen dynamischen Vergleich zwischen Perspektiven, Auswahl von Form und Inhalt, Absichten, echten oder vermuteten Unterschieden mit sich. Dies ist viel mehr als das, was i.d.R. in einer "wildwüchsigen" und willkürlichen Interaktion entsteht; hier geht es um das Erlernen von Zusammenarbeit und Teamarbeit, in seiner Anlage und seinen Ziele ist es weit über den spezifischen Zusammenhang hinaus übertragbar und generalisierbar.

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etape 2