Ausgangsüberlegungen
Ausgangspunkt für das Projekt war die Überlegung den Schüler/innen der gymnasialen Oberstufe einer Berliner Oberschule (12. Jahrgang) und des Lycée de Gourdon (ca. zur Hälfte Terminale LV I und LV II (1)) gegenseitige Besuche mit intensiven Sprech- und Schreibanlässen zu bieten. Damit stellte sich aber gleich die Frage der Finanzierung*. Dafür bot sich das Europäische Bildungsprogramm Comenius an, das oft als Lingua bezeichnet wird. Für die Beantragung musste ein Arbeitsthema bestimmt werden, das dann während der jeweils vierzehntägigen Begegnung bearbeitet werden sollte. Es sollte beiden Orten angemessen und lexikalisch nicht zu weit von schulischen Themen entfernt sein. Dabei galt zu bedenken, dass sich die Berliner Oberschule mitten in einer Großstadt befindet, während Gourdon ein kleines Städtchen in der französischen Provinz (Département du Lot) ist. Die Einzugs- und Lebensbereiche der jeweiligen Schüler/innen sind sehr unterschiedlich : Die Schüler/innen aus Gourdon kommen aus einem weiten ländlichen Einzugsgebiet zumeist mit Schulbussen zum Lycée, während die meisten der Schüler/innen der Berliner Schule vergleichsweise nahe bei der Schule wohnen und, soweit nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule kommen. Um die gemeinsamen Erlebnisse und Arbeitsebenen aller teilnehmenden Schüler/innen möglichst bedeutend werden zu lassen, sollte aber ein gemeinsames Prozess-Produkt* erarbeitet werden, bei dem alle Schüler/innen einen eigenen Part zu leisten hätten. Gedacht war an die Erstellung einer gemeinsamen CD-ROM* oder an eine Internetpräsentation* zur Vorstellung der Arbeitsergebnisse.
1 : Steht jeweils für Langues vivantes 1, bzw. Langues vivantes 2.