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Projektbeispiele

"Maulwurf Buddel – Taupe-là" – Sprachzentriertes Projekt in der Oberstufe

Zur Themenfindung und Austauschgestaltung

Nachdem zwischen den zwei Initiatorinnen des Projekts, Claudine Bats und Angelika Liedkte per e-Mail und Fax einige erste Ideen für die Organisation wie ein gemeinsames
Thema* ausgetauscht waren, wurde zur endgültigen Abstimmung in Thema und Durchführung ein Treffen ins Auge gefasst, um so im persönlichen Austausch all diese Dinge einfacher absprechen zu können. Aus praktischen Gründen fand dieses in Frankfurt am Main statt und wir (Ch. Alix, Ch. Kodron) wurden gebeten, unsere Erfahrung einzubringen, mussten aber auch zusagen, zur Begegnung* selbst zu kommen und aktiv teilzunehmen.

Auch bei diesem Arbeitstreffen gestaltete sich die Themenfindung nicht einfach, schließlich einigten sich die Lehrkräfte auf "Alles was im Boden ist / Le sous-sol", also auf ein naturwissenschaftlich-prähistorisches Thema, das sich gut mit dem zweiten Fach (Geographie, bzw. Geologie) der deutschen Französischlehrerin vertrug. Jedoch machte es die Beantragung einer EU-Projektfinanzierung (
1) nötig, dieses Thema um eine künstlerisch-mediale und kommunikative Dimension zu erweitern. Davon ausgehend und mit Blick auf ein angestrebtes Arbeitsprodukt wurde die Idee eines "Maskottchens" für die Darstellung geboren (2). Von da war es dann nicht mehr weit zum endgültigen Titel "Maulwurf Buddel – Taupe-là", weil ein deutsch-französischer Maulwurf natürlich das entdecken kann, was "unter der Erde" ist. Da jede einzelne zu erarbeitende Thematik auch in einem Tandem erarbeitet, zweisprachig präsentiert werden sollte, setzt dies voraus, dass alle Erkundungen in der binationalen Gruppe erfolgen müssten. Die Gruppe umfasste auf jeder Seite 11 Schüler und Schülerinnen.

Weiter wurde ein jeweils vierzehntägiger Austausch an beiden Orten mit gemeinsamen Grundmustern vereinbart auf der Grundlage von Familienunterbringung des jeweiligen Gastschüler/innen. Die Wochenenden sollten der Gestaltung im Familienkreis überlassen werden. Alle Schüler/innen sollten einen Eindruck der Partnerschule und vom Unterricht bekommen, aber an Wochentagen sollte tagsüber auch ausreichend Zeit für gemeinsame
Erkundungen* in der gesamten binationalen Gruppe reserviert werden. Dazu sollten natürlich kulturelle und soziale Ereignisse, aber auch ein notwendiges Minimum an touristischen Besichtigungen treten (Opernbesuch in Toulouse und Festessen im "Lycée Hôtelier" in Soullac zum Beispiel). Die letzten drei Tage der Begegnung sollten für die inhaltlich-technische Erarbeitung des Schlussprodukts freigehalten bleiben. Auch aus praktischen Gründen, um die Teilgruppen nicht zu groß werden zu lassen und weil die verbleibende Zeit zu knapp war, wurde beschlossen, dass die Schüler/innen nur an einem der beiden Ateliers teilnehmen könnten: Entweder an der sogenannten "Chansongruppe" in dem die Erkundungen und Gruppenthemen musikalisch verarbeitet werden sollten, oder an der "Internetgruppe", in der die textlich-visuelle Umsetzung am PC erfolgen sollte.

Etliche weitere organisatorischen Aspekte wurden diskutiert, besprochen, die hier nicht ausgebreitet werden sollen, außer, dass einmal eine gegenseitige briefliche
Vorstellung* aller Schüler/innen und zur Vorbereitung der jeweiligen Begegnung ein Austausch* von Artikeln, Materialien und Prospekten vereinbart wurde und ebenso eine schriftlich Kontaktaufnahme in Vorbereitung der zwei Ateliers.


1 : An dieser Stelle muss noch einmal betont werden, wie aufwendig die Antragstellung bei EU-Programmen ist. So gerechtfertigt die Kontrolle bei der Vergabe öffentlicher Gelder sein mag, sie soll auch nicht auf Kosten pädagogischen Engagements und zuviel Energie abziehen. Zurück

2 : In der Enddarstellung wurden dann teils zwei Maulwürfe daraus. Zurück

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