| Binationaler Sprachkurs 04. - 24.08.97 in Simmersfeld (Nordschwarzwald) und Villard-de-Lans (Vercors) |
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3.2 Tandemthemen Die nun folgenden Tandemthemen beziehen sich auf die jeweiligen Unterrichtstage und nicht ausschließlich auf das "Jugendzentrum": Die erste Unterrichtseinheit wurde mit dem folgenden Spiel begonnen: "Wie geht's ?"
"Jugendzentrum 2020" (06.08.) Auf einem von uns vergrößerten, leeren Stadtplan von Simmersfeld sollten die TN nun zwei für sie wichtige Sehenswürdigkeiten aus Simmersfeld eintragen und erklären, warum sie für sie wichtig sind. Dies wurde in Tandemarbeit vorbereitet, die Sehenswürdigkeiten sollten mit vielen Adjektiven treffend beschrieben werden. Nachdem jedes Tandem seine Vorschläge auf den Stadtplan geheftet hatte, wurden nach gemeinsamen Betrachten die Fragen gestellt: Warum gerade dieses Bauwerk, etc.?, Was fehlt noch im Ort? In einer weiteren Tandemarbeit sollten die TN noch im Ort fehlende Einrichtungen durch eine Skizze mit dtsch.-franz. Übersetzung auf dem Plan ergänzen (Wortschatzerweiterung). Unter der Fragestellung: "Wie stellt ihr euch euer JZ vor?, Welchen Anforderungen muß es genügen?" sollten die TN nun in Doppeltandems (6x4 TN) Zeichnungen ihres JZ's anfertigen, die das JZ mit seinem Innenleben darstellten.
Le public et l'architecture du Centre (07.08.) Les dix premières minutes ont été nécessaires afin que chaque tandem puisse peaufiner "son" Centre de Jeunes (format A3) et nous pouvions par la suite procéder à la présentation. Les diverses productions étaient riches de détails, créatives et fantaisistes et nous avons admiré le tout en musique. Il s'agissait maintenant de définir les différents publics qui fréquenteraient chacun des centres; chaque tandem a alors réfléchi à la question suivante : "Quel public vient dans votre Centre ?, Quels sont vos objectifs et pourquoi ? (social, ludique, point info...)". Chaque tandem a ensuite présenté le type de public choisi sous des formes différentes (affiche à l'entrée du centre : "Nous n'acceptons que les gens riches, blablabla..., jeux de rôle, explications,...). Nous redoutions un peu l'étape suivante : les 24 participants devaient se mettre d'accord sur un Centre de Jeunes commun !! Pour ce faire, quatre participants (double tandem) assumeraient une des six responsabilités suivantes:
Un débat s'engageait alors puisque les six groupes étaient interdépendants (ex.: les décorateurs ne pouvaient pas commencer leur travail tant que les architectes intérieurs n'avaient pas fini !). On commença donc par se mettre d'accord sur la forme du toit du Centre, quelle(s) coupe(s) allait-on représenter sur le plan, quelle taille donner à telle pièce, etc. Le travail géométrique au sein du groupe d'architectes était impressionnant et les tracés de précision avançaient, tandis que les autres groupes préparaient leurs collages, dessins, fouillaient les magazines et préparaient leur intervention sur le plan géant (environ 3m sur 2m). A la fin du cours, seuls les architectes extérieurs et intérieurs avaient fini.
Le public et l'architecture du Centre, Suite (09.08.) La soirée de la veille s'était un peu éternisée (retour du restaurant à Herrenberg), si bien que nos petits se présentaient à 9h00 avec un regard vague accablé de fatigue. Nous ne pouvions pas commencer le cours dans ces conditions, alors activité de "réveil": le jeu du dico ! Après 15 min. de jeu, plus de 200 post-it ont pollué les lieux (dont 136 de corrects)!!! Tous les collages corrects ou corrigés ont pris racine sur leurs objets jusqu'au transfert, même si certains n'y ont pas survécu. Activité dynamique et complicité dans le tandem, ce "jeu du dico" permet l'acquisition d'un vocabulaire de base franco-allemand (convient très bien à des débutants) et permet surtout de réveiller les participants... Puis nous sommes revenus à notre plan de Centre; la salle de cours ressemblait à un champ de bataille; tout ce petit monde grouillait autour du plan disposé au sol et collait, dessinait, négociait; c'était la parfaite image d'une fourmilière organisée ou de la vie dans une ruche franco-allemande... Ceux qui avaient terminé aidaient "l'arbitre" à compter et corriger les post-it épars.
Einladung ins Jugendzentrum oder Dialog im Jugendzentrum (10.08.) Nach einem erneuten Tandemwechsel wurde auf eine Dialogsituation hingearbeitet, indem anhand von Ereigniskarten eine Einladung ins JZ oder ein Dialog im JZ vorbereitet werden sollte. Folgende Ereigniskarten (12) wurden an die Tandems verteilt:
Natürlich wurde in jedem Tandem jeweils in den beiden Sprachen gearbeitet. Es folgte eine Vorstellung der Ergebnisse im Plenum in Form von Rollenspielen, Sketchen oder nur einfachem Vortragen des Geschriebenen. Das Erarbeiten möglichst vieler verschiedener Kommunikationsmittel und ihrer inhaltlichen Unterschiede (Frankreich / Deutschland) stand bei dieser Übung im Vordergrund. Die TN arbeiteten überaus eifrig und vor allem sehr präzise; die Vorstellung der Ergebnisse brachte die gesamte Gruppe zum Lachen. Dieser Unterrichtstag wurde mit einem Kreisspiel abgeschlossen:
"In der Ferienfreizeit"
Zu diesem Spiel wurden 3 Gruppen zu jeweils 8 Personen gebildet (4 F / 4 D). Die erste mononationale Gruppe (z.B. 4 D) bereitet eine kurze, einfache Szene in ihrer Muttersprache vor (max. 5 Min.) und spielt sie vor dem Rest der Gruppe. Die Spieler spielen die Szene nochmals, nur steht diesmal hinter jedem Schauspieler ein Spieler der anderen Staatsangehörigkeit. Die Franzosen versuchen, den deutschen Text zu lernen, indem sie die Szene mehrmals mit den Deutschen wiederholen: beim ersten Mal hören sie nur zu und machen den Deutschen nach, beim zweiten Mal wiederholen sie den Text nach den Deutschen, usw. Nach drei bis vier Wiederholungen verlassen die Deutschen die Bühne. Die Franzosen übernehmen die Rolle der Deutschen und spielen allein die Szene auf Deutsch. In einer zweiten Phase werden die Rollen getauscht: die Franzosen spielen eine Szene auf französisch für die Deutschen und die Deutschen lernen nach und nach den französischen Text bis sie in der Lage sind, ohne die Franzosen zu spielen. Bemerkung: Die Dialoge und die Länge der Szenen müssen dem Sprachniveau der TN angepaßt sein. Für absolute Anfänger gilt: nicht mehr als zwei Sätze mit jeweils max. vier Worten. Ebenso muß unbedingt darauf geachtet werden, daß alle Spieler laut, deutlich, langsam und klar reden! Abgeschlossen wurde dieser Unterrichtstag mit einem Pictionary, wobei Begriffe gezeichnet wurden und diese von der gegnerischen Partei in der Fremdsprache erraten werden mußten.
Hierzu wurden von uns auf Karten 12 verschiedene Konzepte jeweils auf deutsch und französisch vorgegeben: Freiheit, Frieden, Familie, Schule, internat. Begegnungen, Kommunikation, Spaß, Liebe, Ferien, Abendessen, Deutschland, Frankreich. Das Spiel selbst erfolgt dann in fünf Phasen: 1) Jeder Spieler bekommt einen Begriff und soll diesen auf einen Karton malen oder zeichnen (der leere Karton muß für alle gleich sein). Die Spieler dürfen weder mitbekommen, was die anderen für Begriffe haben, noch sollen sie sehen, was die anderen zeichnen. 2) Nach 15 Min. sammelt der Spielleiter die Kartons ein, man versammelt sich um einen Tisch und die Kartons werden verdeckt ausgelegt. Jetzt wird Memory gespielt, wobei ein Spieler ein Paar zunächst behalten kann, wenn er meint, es handelt sich um den gleichen Begriff (dies wird nicht immer eindeutig sein).Die betreffenden Zeichner sollen sich bedeckt halten! 3) Wenn alle Kartons vergeben sind, soll die Runde beurteilen, ob nicht bestimmte Paare doch besser zusammenpassen, als man zunächst gemeint hat. Auch hierbei sollen die Zeichner nicht zu erkennen geben, welcher Karton von ihnen stammt. 4) Dann geht es reihum: Was siehst Du auf den beiden Kartons und um welchen "Begriff" könnte es sich handeln? 5) Erst in einer zweiten Kreisrunde soll dann jeder tippen, welches Bild wohl von einem Franzosen stammt und welches von einer Deutschen und warum man dies meint. Erst jetzt sollte die Auflösung erfolgen. Daran anschließend ließen wir die Partner mit jeweils gleichem Konzept zusammen im Tandem ihr Konzept schriftlich ausarbeiten. Sie wurden im Plenum dann vorgelesen und durch eine Diskussion, welche im Grunde schon im Verlauf des Spiels begann, erhellt. Hier ging es um (mögliche) Unterschiede und Gemeinsamkeiten von französischen und deutschen Sichtweisen und Gebräuchen - oder auch um persönliche - sowie um Vorurteile und Klischees. Nicht alle Konzepte konnten an diesem Tag besprochen werden, so daß die drei übriggebliebenen am nächsten Morgen, nach einer ausgedehnten Aufwärmphase im Unterricht behandelt wurden.
"Les cours commencent trop tôt", c'est la phrase qui revenait souvent et qui a rythmé notre petit déjeuner de ce mercredi. Conséquence ?
Puis de retour en salle de cours, les revues et magazines franco-allemands furent mis à disposition de 3 groupes de 4 Français et de 3 groupes de 4 Allemands (6 groupes mononationaux). Après une heure de travail, les productions furent affichées mais non présentées (elles seront exploitées lors du premier cours binational après le transfert, voir Vendredi 15.08.). Nous avons enchaîné avec la présentation du travail des trois derniers tandems du mardi 12.08. Retour oral qui était complété d'informations interculturelles de notre part. Les trois concepts qui restaient à débattre étaient : Paix, Dîner, Plaisir (Spaß), Cf à la suite du memory interculturel. Le cours s'est fini par un tour de table, quant à la question "quel est ton plus grand plaisir dans la vie? Was ist für Dich das höchste Glück im Leben?... ...sans commentaire...
La veille, lors du bilan intermédiaire à Simmersfeld, nous avions souligné l'importance de considérer le transfert comme un nouveau départ... Enfin, nous avons fini le cours avec une activité "dynamique" pour nous mettre en appétit :
Die auf Anregung der TN behandelte Thematik dieser Unterrichtseinheit beinhaltete den direkten Vergleich der politischen Systeme der beiden Länder. Mit einem großen Tafelschaubild wurde der jeweilige staatliche Aufbau beschrieben. Eingegangen wurde insbesondere auf die Gewaltenteilung, rechtsstaatliche Prinzipien, Machtverteilung, Wahlmodus, bis hin zur Erklärung des Subsidiaritätsprinzips der BRD und der Géopolitique française. Die Mehrheit der TN zeigte sich überaus interessiert und hat leidenschaftlich mitgearbeitet, ganz zu unserem Erstaunen, da derartige Themen in dieser Altersstufe eher eine leichte Magenübersäuerung und abstehende Nackenhaare hervorrufen!!
Die amerikanische Debatte hatte zum Ziel, jeden TN seine Argumente in der Fremdsprache innerhalb eines zeitlich festgesetzten Rahmens vortragen zu lassen. Zwei Gruppen à 6 Deutsche und 6 Franzosen wurden gebildet. Gruppe A hatte darüber zu entscheiden, ob eine Pro-Familia-Beratungsstelle im JZ eingerichtet werden soll oder nicht, Gruppe B darüber, ob eine Sozialeinrichtung für Drogenabhängige im JZ entstehen soll oder nicht. Jeder Gruppe wurden nun 20 Min. Vorbereitungszeit gegeben, um Pro- und Contra-Argumente zu finden (Pro = 3 D + 3F, Contra dito). In der nachfolgenden Debatte hatte jeder TN genau 1 Min. Zeit, um seinen Standpunkt zu vertreten, dann kam die Gegenseite an den Zug. Um dennoch auf schon genannte Argumente eingehen zu können, ließen wir die TN im Anschluß an die chronometr. Debatte sich noch weitere 20 -30 Min. die Köpfe heißreden.
In Tandemarbeit wurden die folgenden 5 Fragen beantwortet, als Vorbereitung auf das Ermittlungsspiel am Abend des 20.08.: 1) Wählt ein oder mehrere Opfer aus. 2) Gebt an, wann, wie, wo und durch wen die Leiche(n) entdeckt wurde(n). 3) Wer ist der Mörder? Warum hat er diese Tat(en) begangen? Wie ist er vor- gegangen? 4) Legt auch falsche Fährten: mindestens 2 weitere Personen des Hauses können verdächtigt werden. 5) Gebt Indizien an, die es dem Kommissar ermöglichen, die Wahrheit herauszufinden! Aus den eingegangenen Antworten haben wir jeweils eine Antwort herausgezogen und damit eine neue Geschichte zusammengestellt, die die Teilnehmer dann in 2 Mannschaften erraten mußten, und zwar in der umgekehrten Reihenfolge (Fragen 5 bis 1!). Spielregeln:
L'objectif de ce cours était de sensibiliser les jeunes à la presse écrite française et allemande, de leur en expliquer le fonctionnement, et de toucher du doigt la subjectivité propre à chaque tendance. Deux ficelles traversaient la salle de cours en diagonale sur lesquelles des pinces à linge retenaient les différents journaux disposés de gauche à droite selon leur tendance politique (ex.: "Minute" se trouvait à l'extrême-droite de la ficelle presse française, tandis que "Libération" se trouvait au centre gauche, "l'Humanité" à l'extrême-gauche, etc. - même chose pour la presse allemande).
Nous ne pouvions faire une rencontre franco-allemande dans le Vercors sans parler de ce haut-lieu de la Résistance. Une excursion prévue le lendemain nous amenait à visiter un musée privé tenu par un ancien maquisard et à être confronté avec la vie quotidienne sous la Résistance et la Collaboration ("Musée Vérité" de Mr Lapicirella / Vassieux). Nous ne pouvions nous y rendre sans être préparé et c'est ainsi que le cours avait pour objectif de sensibiliser les jeunes à ce passé.
Als letztes Tandemthema im binationalen Unterricht stand die Werbung im Mittelpunkt. Dazu hingen an unserer quer durch den Arbeitsraum gespannten Wäscheleine treffende Beispiele gut gestalteter Werbung, die aus Zeitschriften und Magazinen stammten (Format DIN A4). In einer ersten Phase der Sensibilisierung machten wir die TN darauf aufmerksam, wie Werbung gestaltet ist, mit welchen Zielen, wen sie ansprechen soll und wo sie erscheint. Die Aufgabe der TN war es nun, für ihr JZ zu werben, indem sie verschiedene Formen der Werbung anwenden sollten :
In der anschließenden Arbeitsphase wurde fiebrig an Konzepten getüftelt, wieder mußten Zeitschriften und Magazine für die Collagen herhalten, die Farbstiftedose hielt dem enormen Ansturm nicht mehr stand, bis schließlich nach einer knappen Stunde die ersten Ergebnisse aus der Presse rollten. Erneut diente unsere Wäscheleine als Leinwand, denn nun sollte zunächst argumentiert und dann darüber abgestimmt werden, welches dieser Meisterwerke für das JZ in Frage komme. Mit eingeschlossen natürlich die Dialoge aus der Fernsehwerbung. Ein letztes Spiel sollte diesen Vormittag harmonisch abschließen:
Ziel ist es, so viele Wörter zu bilden bzw. so viele Striche zu sammeln, wie möglich.Es darf nicht zweimal das selbe Wort gebildet werden, selbst mit neuen Spielern. Wörter, die in beiden Sprachen gleich geschrieben werden (z.B.: Idee) bekommen bei jeder Station einen Punkt. Jede Station schreibt alle Wörter, die gebildet werden, auf. Nach Spielende werden beide Listen aufgehängt und übersetzt, bzw. verglichen. Bemerkungen :
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