exemples+konzepte
Methoden und Materialien zum Sprachenlernen im Tandem –
der Beitrag des Deutsch-Französischen Jugendwerks zur Entwicklung der Fremdsprachendidaktik

Dr. Fritz Kerndter, ehem. Leiter des Sprachreferats des DFJW
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Materialien und Unterrichtsexperimente mehren sich –
Tandemarbeit wird zum Prinzip

Die Differenzierung der Austauschprogramme, die immer weitere Schichten der Jugend und der jungen Erwachsenen erfassten, sowie der Einsatz des Kuratoriums des DFJW für eine aktive Sprachenpolitik im Sinne des Regierungsauftrags bewirkten schnell eine Vielzahl von Initiativen für die weitere "Sprachförderung". Da sich Empfehlungen und Aufträge des Kuratoriums immer an Verbände und Einrichtungen in beiden Ländern richteten, konnte das Tandem-Prinzip in der Spracharbeit des DFJW immer mehr zum Prinzip erklärt werden.

In Frankreich befassten sich verschiedene Arbeitsgruppen in engem Kontakt mit am Austausch beteiligten Verbänden und mit Sprachinstituten (so z. B. mit dem "Centre d’Etudes Françaises et d’Éducation Populaire" des C.C.C.S. in Antibes, dem "Centre d’Etudes Françaises Pratiques" in Cap d’Ail und dem CAVILAM in Vichy) mit der Weiterentwicklung der Materialien für die "Ateliers linguistiques". In Deutschland wurde das Sprachinstitut Tübingen (SIT) des Jugendsozialwerks e.V. (später Internationaler Bund für Sozialarbeit) eine Art "Mutterhaus" für didaktisch-methodische Untersuchungen, Materialerstellung und Unterrichtsexperimente vor allem für Deutsch als Fremdsprache, sehr bald jedoch auch für Französisch. Die Mitwirkung des Sprachenreferenten der Abt. Bonn des DFJW, Fritz Kerndter, in Gremien des außerschulischen Fremdsprachenunterrichts in der Bundesrepublik, insbesondere im Grundlagenausschuss zur Entwicklung des Volkshochschulzertifikats Französisch, sowie die Teilnahme am Projekt des Europarats zur Sprachlehrerfortbildung eröffnete für das DFJW auch die Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftlern und Sprachdidaktikern aus Deutschland und Frankreich sowie anderer europäischer Länder.

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