Arbeitstext Nr.16 - Unternehmenskulturen und interkulturelles Management

Jacques Demorgon Nationalstaaten und Unternehmen "Ökonomie und Interkulturalität" Jacques Demorgon Nationalstaaten und Unternehmen Ökonomie und Interkulturalität Übersetzung aus dem Französischen von Gernot Glaeser Einleitung: Das Unternehmen, die Welt und das Interkulturelle 1. Neue Begriffe - Zeichen der Zeit Der Gebrauch der Begriffe „interkulturell“ und „Interkulturalität“ hat sich letzten Endes doch durchgesetzt, trotz anfänglich zahlreicher „puristischer“ Widerstände. Das Substantiv „Interkulturalität“ hatte einige Schwierigkeiten, sein eigenes Modell, die „Internationalität“, einzuholen. Diese Bemerkungen sind nicht rein terminologischer Art. Der Gebrauch von Worten, die als abstoßend gelten und sich am Ende doch durchsetzen, zeigt eine Veränderung an, die nicht nur eine Modeerscheinung ist. Sie kann jedoch zuweilen eine Täuschung darstellen. Wir werden diesen Aspekt behandeln und unsere Schlußfolgerungen ziehen. Was den Begriff „ Koexistenz “ betrifft, so hatte dieser für die gesamte vorausgegangene Epoche gestanden, für die Epoche der Machtblöcke, die in einem Gleichgewicht des nuklearen Schreckens nebeneinander oder einander gegenüber standen. Der Begriff „ Dekolonisation “ ging mit ihm einher. Der Prozeß führte zum Anerkenntnis einer Pluralität der Nationen mit unterschiedlichen Kulturen und Handlungsorientierungen (Strategien), auch wenn es ihnen nicht gelang, sich aus althergebrachten oder auch aktuellen Unterordnungsverhältnissen zu befreien. Doch gerade ihre kulturellen Besonderheiten wurden

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