Arbeitstext Nr.19 - Binationale, trinationale und multinationale Begegnungen - Gemeinsamkeiten und Unterschiede in interkulturellen Lernprozessen

148 Die Bedeutung des „Dritten“ für Interität (*) in den Begegnungen Jacques Demorgon Internationale Begegnung erhält eine echte Bildungsperspekti- ve in den Räumen, die sich für Interität erschließen lassen. Die Funktion des Dritten und das abwechselnde Ausfüllen der Rol- le des Dritten durch die Beteiligten liefern hierfür einen grund- legenden Beitrag. Bi-, tri- und plurinationale Begegnungen finden darin einen Bezugsrahmen, der ihre gemeinsame und zugleich aber spezifische Entwicklung einschließt. Der Ober- begriff Interität bietet sich insofern an, als dieses „Dazwi- schen“ sich immer zwischen Kulturen (interkulturell), zwi- schen Strategien, zwischen spontanen Handlungsweisen usw. abspielt. Interität ist insofern ein übergreifender Begriff, der Interkulturalität mit einschlie β t (Demorgon, J. 1998, Hess R. 1998). 1. Identität und Anpassung Die vom Deutsch-Französischen Jugendwerk unterstützten in- terkulturellen Forschungsarbeiten sind in ihrer Abfolge zu- (*) « Interität » meint in der Terminologie, die Jacques Demorgon verwendet, das « Zwischen », also Beziehungen zwischen verschiedenen Elementen, wie z.B. bei den Begriffen « international » und « interkulturell » zwischen Nati- onen bzw. Kulturen. (Anmerkung der Übersetzerin)

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